2012

 

Vers leciel pâle“ – Dem bleichen Himmel zu

Liederabendim Club Ebene Eins

mit

MareikeSchellenberger (Mezzosopran)

NicolasKrüger (Klavier)

Uta MeyerWeißkopf (Rezitation)

 

Unter dem Titel „Vers le ciel pâle“ („Dem bleichenHimmel zu“) gestalten die in Montreuil (Paris) lebende Mezzosopranistin MareikeSchellenberger und der französische Pianist Nicolas Krüger am 13. Oktober, 19Uhr, im Club Ebene Eins (Burgstraße 23) einen Liederabend, der inhaltlich vollum das Thema Kind und Kindheit kreist. Das Konzert ist als Beitrag des ClubEbene Eins programmatisch auf den „Zug der Erinnerung“ abgestimmt, der am19./20.10. auf seiner Reise durch die Vorderpfalz auch auf dem SchifferstadterBahnhof hält. Die Ausstellung im Zug dokumentiert die Deportation von Kindernin die Vernichtungslager während des „Dritten Reichs“.

Die Werke der Komponisten, die fast alle im letzten Dritteldes 19. Jahrhunderts geboren wurden und bis auf zwei Ausnahmen bis in die1930er Jahre hinein lebten, halten behutsam die Balance zwischen Melancholie,Traurigkeit und Zuversicht (wie Gustav Mahlers Kindertotenlieder). Es sind aberauch hell-zarte Wiegenlieder dabei, etwa von Francis Poulenc, Alban Berg oderSigfrid Karg-Elert.

„Vers le ciel pâle“ ist jedoch kein reiner Liederabend. UtaMeyer-Weißkopf, Vorstandsmitglied im Club Ebene Eins, liest als Kontrapunkt zurMusik Texte von Imre Kertesz aus „Kaddish für ein nicht geborenes Kind“.

 

Die Interpreten:

MareikeSchellenberger (Mezzosopran)

Esgibt Begegnungen, die sich als konstant und fruchtbar erweisen. So etwa mitMareike Schellenberger, die zuletzt 2007 im CEE mit einer Uraufführung desSzenischen Konzerts „Pandora“ ein Highlight an den Beginn einer Europa-Tourneesetzte, die sie dann nach Leipzig, Arras, Toledo führte. Nun konnte sie füreinen ganz besonderen Liederabend gewonnen werden.

MareikeSchellenberger hat inzwischen ihren künstlerischen und familiären Lebensmittelpunktin Montreuil (Paris) gefunden. Sie kann schon jetzt auf eine Fülle vonEngagements bzw. Gastverträgen an Opernhäusern (Schwerin, Wuppertal, Luzern,Grenoble, Paris) und bei Festivals (u. a. Aix-en-Provence, Vendôme) verweisen.Ihre Vorliebe gilt dem Lied, das sie am Anfang ihrer Karriere in Zürich beiChristoph Prégardien studierte. Im Schumannjahr 2010 trafen sich beide zu einemgemeinsamen Liederabend, der nach der Wiederaufnahme 2012 für das FestivalPrésences als „bestes Konzert“ nominiert wurde.

 

Nicolas Krüger(Klavier)

DerEnkel des Komponisten und Musikwissenschaftlers Henry Barraud ist in Frankreichnicht nur ein bekannter Pianist, sondern ebenso hoch angesehen als Chorleiterund Dirigent renommierter Opern- und Sinfonieorchester (wie z. B. des OrchestreNational de Lille und des Orchestre de l’Opéra de Toulon). Nach dem mit Preisenin Harmonielehre, Kontrapunkt, Chorleitung, Dirigieren und Liedbegleitung absolviertenStudium am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris erwarb er sichsehr schnell einen Namen als Chorleiter, Pianist und Repetitor diverserfranzösischer Opernhäuser, wo er u. a. mit Dirigenten wie Pierre Boulez, LorinMaazel, Christoph Eschenbach und Kent Nagano zusammenarbeitete. Nicolas Krügerist dank Ausdrucksstärke, Souveränität und Sensibilität ein begehrter Liedbegleiter.Nicht ohne Grund wird er in dieser Funktion gerne zu (inter)nationalenFestivals eingeladen.

 


KulturTage am 15. und 16. Juni 2012 

Konzert: „Jazz’n Folk’n Blues im Doppelpack!“schlicht & ergreifend und Zu Zwettschlicht & ergreifend begegnet dem Zeitgeist der Superlative bei der Interpretation von Hitklassikern und Traditionals mit fröhlicher Beschränkung auf das Wesentliche. Angelika Bast (Gesang), Bernd Zerger (Bluesharp) und E.C. Driedger (akustische Gitarre) sind: überraschend, filigran, markant.

Zu Zwett sind zu zwett (zu zweit). Andrea Opielka (Stimme) und Gereon Hoffmann (Gitarre) interpretieren Jazz Standards ohne Schnickschnack. Swing, Bossa, auch mal ein Jazz Waltz, sind große Musik in kleiner Besetzung.

 

 

16.06.2012,

Vernissage:

Samuel Blickensdörfer: Von der Scholle zur Scherbe – Objekte aus TonSamuel Blickensdörfer, Landwirt auf dem Kohlhof, entdeckte auf heimischer Scholle so manche vorzeitliche und antike Scherbe. Von der Archäologie fasziniert, schuf er Vasen und Amphoren aus Ton. In 11 Jahren entstand eine Fülle von Arbeiten nach antiken Vorbildern, in freier Form oder nach Augenschein – wie seine bunte Kollektion von Vögeln.

Eckhard Lechtenfeld erläutert das Werk des Töpfers. Diana Betz, 2. Preisträgerin beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“, bringt dazu musikalische Impressionen auf der Querflöte. 

 

KulturTage im CEE20./21. April 2012

 VernissageChristian Gaier: Jazz und anderes – Farb- und S/W-Fotografie

Christian Gaier schreibt nicht nur Konzertkritiken und Sportreportagen, er arbeitet auch mit der Kamera. In seinen Konzertfotos fängt er die subtilen Momente ein, in denen ein Künstler ganz bei sich und der Welt entrückt ist. So gelingen ihm u. a. auch zu Paata (siehe Cover) faszinierende Portraits. Gaiers Ringerfotos sind außergewöhnliche Studien zu einem klassischen Schifferstadter Thema.

 Dauer der Ausstellung: 20.04.–13.05.2012 - Öffnungszeiten: Fr 17-19, So 11-13 Uhr u. n. V.

 

Samstag, 21. April 2012, 19 Uhr

Konzert

Paata Demurishvili: The Piano Chameleon –

PianoSolo

Der georgische Pianist und Komponist Paata Demurishvili hat die geniale Fähigkeit, die Musik der unterschiedlichsten Genres – von Klassik bis hin zu Lounge Music – in die Sprache des Jazz zu übersetzen. Als Meister der Improvisation braucht er kein festes Programm für seine Auftritte. Ganz aus dem Augenblick, aus der Stimmung des Abends heraus, entstehen Konzerte, die einmalig und so nicht wiederholbar sind.

 

Tucholsky-Soiree im CEE

Freitag, 27. April 2012

Ssälawih - Satire in Text und Gesang

Es wirken mit: Reinhard Arnold, Lena Csercsevics, Helen Roth, Christoph Heldmann, Hans-Jürgen Herschel, Jochen Laugsch, Susanne Loreit, Rolf Memmel, Günter Notz und: Johannes Reifig (Musik & Technik), Helene Henkel (Kostüme), Michael Lauter (Grafik)Unter der Regie von Rolf Memmel bringt die Theatergruppe aus Speyer einen Querschnitt durch das satirische Werk Kurt Tucholskys (1890-1935) auf die Bühne. Der von den Nazis verfemte Schrifsteller polarisiert die Meinungen bis heute. Für die einen ist er der linke Nestbeschmutzer, für andere ein neuer Heine. Unbestritten aber war er der größte deutsche Satiriker des 20. Jh. Daneben spielte er zahlreiche weitere Rollen in seinem kurzen Leben: er war politischer Journalist, Theater- und Literaturkritiker, Essayist, Lyriker, Chansonschreiber, Reiseschriftsteller und Belletrist. Während der Weimarer Republik in den 1920er Jahren lief er journalistisch zur Hochform auf, auch in der kritischen Kommentierung jener Zeit. Bei aller Härte in der Sache verunglimpfte er seine Gegner mit Ausnahme der Nazis niemals persönlich. Stil und Sprache seiner humorvoll-ironischen Bemerkungen zu menschlichen Verhaltensweisen, seine hellsichtigen Erkenntnisse über Politik und Gesellschaft treffen noch heute zielgenau1998 trat die Theatergruppe mit “Die Falle des Qualle” von Erik Satie (Regie Hans-Jürgen Herschel) schon einmal im CEE auf. Damals war der Club Ebene Eins knappe drei Jahre jung, Prisma hingegen bereits im reifen Alter. 1968 hatte sich die Gruppe mit einer Inszenierung von Oscar Wildes Bunbury (Regie: Dawn Dister) erstmals an die Öffentlichkeit gewagt. Seither schrieb man an der Theatergeschichte der Domstadt erfolgreich mit.

 

Folk im CEE

Samstag, 12. Mai

Reinig, Braun + Böhm

Von Folk bis KammerBlues - pälzisch, akustisch, handgemacht 

Paul Reinig (Gitarre, diatonisches Knopfakkordeon) Peter Braun (Gesang, Gitarre) Rüdiger Böhm (Klavier, Blockflöten) Isabel Eichenlaub (Cello) a. G.Seit über 10 Jahren steht der Name REINIG, BRAUN + BÖHM für Pfälzer Folkmusik ohne Volkstümeleien und für ein vielfältiges Repertoire mit Tiefgang, das von Vertonungen zeitgenössischer Pfälzer Mundartdichter bis zu traditionellen Tänzen aus der Region reicht. Die Musiker haben sich dem pfälzischen Liedgut in allen Facetten verschrieben, abseits der verbreiteten „Weck,  Worscht un Woi“ - Kultur. Die Gruppe REINIG, BRAUN + BÖHM ist inzwischen eine feste Größe in der pfälzischen Kulturlandschaft. Ihre Musik verbindet Folk, Chanson, Blues und „Pälzer Rock’n Roll“ bis zu kammermusikalischen Elementen. Bei ihrem Auftritt in Schifferstadt präsentieren sie gemeinsam mit der Cellistin Isabel Eichenlaub Folkmusik aus der Pfalz - akustisch und handgemacht!

 

 

 

2011

 

-> KulturTage im CEE 1.4./3.4.:

Konzert

Freitag, 1. April

Harfe + Stimme: L’énigme éternelle (Das ewige Rätsel)

Anne-May Krüger (Gesang), Beate Anton (Harfe)

Zwei uralte Instrumente – die menschliche Stimme und die Harfe – erklingen in einer faszinierenden Kombination. Zwei außergewöhnliche Künstlerinnen spüren in geistlicher Musik vom Barock bis in die Gegenwart dem Rätsel menschlicher Existenz nach. Die Werke erzählen von Hoffnung, Liebe und Trost, eröffnen Möglichkeiten zum Innehalten und zur Reflexion.

 

Vernissage

Sonntag, 3. April

Patrick Remus: Metamorphosen

- Malerei -

Einführung: Martin Risse

Musik: Duo Kaisa (Isabel Eichenlaub & Karl Atteln)

Der Speyerer Maler Patrick Remus beleuchtet in seinen ausgestellten Arbeiten die verborgenen, krisenhaften, ja chaotischen Prozesse der Metamorphose. Geheimnisvolle, verstörend schöne Bilder sind dabei entstanden, die in ihrer scheinbaren Ziellosigkeit doch immer eines erahnen lassen: den Zauber des Verwandelns.

 

 

-> KulturTage im CEE 16.6./19.6.:

Donnerstag, 16. Juni

Michael Stauffer: Soforthilfe

- Lesung und kabarettistische Performance -

Der Schweizer Ausnahme-Autor, Hörspielmacher und Regisseur, u. a. Träger des „Förderpreises für komische Literatur“ der Stadt Kassel und des Literaturpreises des Kantons Bern, liest aus seinem Buch „Soforthilfe“: „Dies ist ein Buch zur Beruhigung. Dass es auch anderen so geht. Dies ist ein Buch zur Ermutigung, dass auch andere so sind. Es ist ein tröstliches Buch über kleine Sachen, die normal seltsam sind.“ Stauffers literarische Lebenshilfe ist absurd, alltäglich, urkomisch, surrealistisch, kabarettreif.

 

Sonntag, 19. Juni

Vernissage

 Astrid Mader: Der hilfreiche Berg

- Malerei -

Eleonora Plotkina (Violine): Kompositionen von Olga Magidenko

Von der jüdischen Mystik des 18. Jh. und ihrer Darstellung in Martin Bubers Chassidischen Erzählungen fasziniert und inspiriert, gibt die Heidelberger Journalistin Astrid Mader dieser Welt voller Sehnsüchte und Hoffnungen in ihren leuchtend-farbfrohen Bildern neue Aktualität. Sie schlägt gleichzeitig bewusst den Bogen von der jüdischen Messias-Erwartung zum christlichen Glauben an den dreifaltigen Gott.

 

 

-> Kinder, Kinder ... im CEE

Montag, 12. September

Julia Donaldson: Der Grüffelo

... und andere Geschichten. Live gespielt und gesungen von der englischen Autorin Julia Donaldson und Malcolm Donaldson, unter Mitwirkung von Uta Meyer Weißkopf, Günter Weißkopf, Lilo Krämer und anderen ...

Der Grüffelo ist Julia Donaldsons berühmtestes Kinderbuch. Ein ziemlich grausliches Monster hat sich die kleine Maus in ihrer Not ausgedacht, um sich auf ihrem Weg durch den Wald einige gefährliche Tiere vom Leib zu halten. Oder gibt es den Grüffelo vielleicht wirklich? Das mehrfach preisgekrönte Buch ist in mehr als 30 verschiedenen Sprachen erschienen.

In drei Veranstaltungen war der Grüffelo im Originalkostüm bei jeweils vollbesetzter „Scheune“ für 240 Kinder und Erwachsene ein fantastisches Erlebnis.   

 

 

-> Jazzmatinee im CEE

Sonntag, 18. September

DitznerTwintett

- traditionell, aktuell, originell, professionell -

Bernhard Vanecek (Posaune, Harmonika), Roland Vanecek (Tuba, Harmonika, Keytar), Erwin Ditzner (Schlagzeug)

Erwin Ditzner, der über Jahre hinweg den swingenden Groove der Marching Band Mardi Gras bb verantwortete, entfachte auch im CEE ein Feuerwerk vertrackter Polyrhythmen. Der Mann am Schlagwerk ist ein Hexenmeister! Die Vaneceks genossen eine hervorragende klassische Musikausbildung, haben aber keinerlei Berührungsängste mit anderen Genres. Ihre überschäumende und mitreißenede Musizierfreude steckt an, mit ihren kabarettreifen Einfällen erobern die Zwillinge die Herzen der Zuhörer auf Anhieb: „Bläsermusik, wie Sie sie noch nie gesehen, gehört und erlebt haben”.

 

 

 

-> KulturTage im CEE 23.9./24.9.:

Freitag, 23. September

Vernissage

Anna Bludau-Hary: Papierobjekte

Einführung: Anja Guntrum

Musik: Claus Kießelbach (Vibraphon)

Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit von Anna Bludau-Hary sind Installationen und subtile Objekte aus Eisen, Draht und halbtransparentem Japan-Seidenpapier. Linie und Fläche, Licht und Schatten spielen mit Eindrücken von Leichtigkeit und Masse, Offenheit und Abgrenzung zum Raum.

 

Samstag, 24. September

Konzert

Ensemble Huberman

Erika Kilcher (Klavier), Eckhard Fischer (Violine), Jacques Mayencourt (Viola), Mario de Secondi (Cello)

Das renommierte Ensemble Huberman gastierte schon mehrfach im CEE. Die Musiker schätzen die fantastische Akustik des Raums und die besondere Atmosphäre im Dialog mit einem aufgeschlossenen Publikum. Ihr Programm konzentrierte sich diesmal ganz auf das „klassische“ Erbe: Bach – Mozart – Brahms.

 

 

-> Freitag, 30. September

8. Schifferstadter Poetry Slam „MundWerk“

Beim Poetry Slam ist live wirklich lebendig!

Im Poetry Slam erleben Sie die Literatur von morgen, jeweils in Häppchen von 5 Minuten. Soviel Zeit hat im CEE ein Slammer, um seine dichterische Botschaft (Lyrik, Rap, Kurzprosa, jede Literaturform ist möglich) an den Mann und die Frau zu bringen. Slam! Wie beim Tennis geht es Schlag auf Schlag. Schlagfertig die Autorinnen und Autoren, spontan das Publikum, das mit Protest und Zustimmung nicht geizen muss. In Runde 1 kürt eine Publikums-Jury die zwei besten Slammer. In Runde 2 entscheidet das Publikum über den Sieg. Ein Wettbewerb - am Ende ein Champion!

Beim diesjährigen Wettbewerb siegte Dejan Stein (Neulussheim) vor den beiden zweitplatzierten Schifferstadter Autoren Eva-Maria Obermann und Guido Lill.